Geplante Ankunftszeit im Athletenhotel in Zeulenroda: ca. 19.30. Tatsächliche Ankunftszeit: Mitternacht. Effektive Reisezeit: 11.5 Stunden.
Trotzdem fühlte ich mich beim heutigen Meeting im Osten Deutschlands recht gut und freute mich, den kompletten Anlauf einem ersten Härtetest zu unterziehen. Doch erst beim Einspringen auf der Anlage merkte ich, dass ich den Körperschwerpunkt meist zu tief hatte und im Step-Sprung einfach zu wenig Dampf aufbauen konnte. Also konzentrierte ich mich während dem Wettkampf voll und ganz auf diese zwei Aspekte. Dass einerseits der Wind dann jedoch bei jedem Versuch wechselte und andererseits das Absprungbrett sehr weich war und alle Athleten Mühe damit bekundeten, die Geschwindigkeit in den Sprung mitzunehmen, machten die Konzentrationsversuche um einiges schwerer.
Sobald ich den Körperschwerpunkt einigermassen auf die Reihe kriegte übertrat ich gut einen Fuss über das Brett, was mir in dem Masse normalerweise nicht passiert.
Schlussendlich waren die Beine dann doch von den gestrigen 5 Stunden Stau auf der deutschen Autobahn – verteilt auf 3(!) Staus – weichgekocht und erinnern mich daran, dass eine Reise ins Trainingslager nach Italien kürzer dauern kann als diejenige nach Zeulenroda. Aus diesem Grund mache ich mir gar keine grossen Gedanken, sondern versuche nochmals, am Wettkampf in Winterthur anzuknüpfen und den kompletten Anlauf umzusetzen. Die allgemeine Formkurve zeigt allerdings gut nach oben, es bedarf einfach noch ein paar mehr Wettkampfsprüngen.
Morgen gehts nach Hannover, wo im Nachbarort Garbsen am Sonntag das Springer Meeting ansteht


